Regatta in Plobsheim/France vom 11.4. bis 12.4.2026
Zusammenfassend kann man auch sagen : heiß und kalt ist der April , oder „der April macht was er will“ …aber jetzt immer der Reihe nach !
Die Einladung des Vereins war schon lange ausgesprochen, aber wie das immer so ist, die Probleme bestehen darin die internen Regatten im eigenen Club mit den Terminen im nationalen Bereich und dann noch im befreundeten Ausland terminlich sinnvoll zu koordinieren !? Hier wurde am Wochenende auf der Vorstandsebene beschlossen, dass dieser Missstand beseitigt werden muss.
Das ist eine positive Idee zum Beginn der neuen Segelsaison. In der Tat: Es waren 21 Boote am Start, davon 2 Boote aus Hochheim/ Main und ein Boot aus Dortmund. Vom Verein ACAL waren 10 lokale Boote vertreten. Man sieht, hier in Plobsheim wird sportlich gesegelt und das Clubleben ist aktiv !
Die Gäste aus Deutschland wurden vom Vorstand freundlich empfangen und Christophe übersetzte die Besprechung der Steuermänner/ Steuerfrauen für uns. Das war sehr aufmerksam. Gesegelt wurde nach dem Parcour Nr. 3 , Flagge Rot/Weiss/Blau , Depart , Tonne 1 -Tonne 2 – Port oder Tor 3- Tonne 1- Tonne 2 – Tonne im Ziel 4 (Arrivee ) Das war sehr sympathisch, weil es auch Vereine gibt, welche einen deutlich komplizierten Kurs segeln – die Verwirrung bei den Gästen ist dann stets vorprogrammiert !
Das Plobsheimer Becken (frz. Bassin de Plobsheim) ist ein großer, durch Rheinausbau entstandener künstlicher See südlich von Straßburg im Elsass. Es ist ein bekanntes Revier ca. 2 km breit und 10 km lang für Wassersportler (Wingfoilen, Windsurfen , Segeln ).

Mit der Wetterprognose ist das immer so eine Sache….Am Anfang der Woche wurde noch herrliches Wetter vorhergesagt, dann ein starker Wind am Samstag, mit einem folgenden Temperatursturz ( daher auch der Wind ! ) für Sonntag…
Es kam natürlich Alles ganz anders : Samstag hatten wir sommerliche 24 Grad, stellenweise ca. 4 Knoten Wind aus Süden und und am Sonntag nur noch 9 Grad bei 11 Knoten Wind aus Norden. Der große Wind, eine Windfahne wurde in der Prognose angezeigt, blieb jedoch weitgehend aus .

Was will eine Regattaleitung machen, wenn der Wind ausbleibt? Es wurde ein Start um 15 Uhr versucht, dann abgeschossen. Wichtig ist zu erwähnen, dass unser Boot tatsächlich 50 Min brauchte , um ca. 2000 m an das Ufer mit den Anlegepontons zurückzulegen. Einfach kein Wind !. Um 17:00 wurde ein zweiter Versuch gestartet. Wir waren schon richtig nervös, weil wir die Startlinie einfach nicht erreichen konnten. Um so glücklicher waren wir als eine Minute vor dem Start erneut mit Signalschüssen der zweite Lauf beendet wurde.
Die unfreiwilligen Pausen am Ufer waren keinesfalls langweilig. Wir wurden durch die akrobatischen Künste eines Waterfoil Fahrer unterhalten. Die Bilder sprechen für sich! Erst auf das Board springen und dann mit geschmeidigen Beinen und einer up & down Bewegung, wie eine Sinuswelle durch das Wasser gleiten . Großer Respekt, wer so etwas kann ! Weitere Infos unter : youtube : hydrofoils pumping explaind
Am Abend wurden wir im Zelt mit leckerem Essen verwöhnt und sogar an die Vegetarier, nach meinen Beobachtungen waren dies in erster Linie die Gäste, hatte man gedacht. Sehr aufmerksam von der Küche. Am Sonntag wurden Lunchpakete auf dem Wasser vom Motorboot verteilt. Das hatten wir so noch bei keiner Regatta gehabt.
Nun ruhte die gesamte Hoffnung der Segler auf dem Sonntag. Nasskalt und regnerisch begann der Tag, trotzdem wurden erfolgreich 4 Wettfahren bei leichtem Wind, ca. 2 bft aus Nord durchgeführt. Ja, es gab auch einen Fehlstart von vielen Booten, so dass der Regattaleitung nichts anderes übrig blieb als einen Neustart zu befehlen. Schade, gerade bei dem dritten Start hatte die Rubin eine glänzende Position .

Nach vier Läufen hat eine Jouet 550 QR unter der Führung von Herrn Denis Thilmont , aber auch die verschieden Neptune 550 waren schnell. Frau Sophia Schenk, Neptune 550, GER77 belegte den vierten Platz für die Gäste aus Deutschland. Unsere Rubin , skipper Volker Strehlow, GER 22 hatte mit Rang 13 (fast ) den Platz der Mitte .
Es wurde fair und sportlich gesegelt und die übliche Schreierei an der Startlinie – nun das gehört zum Segelsport dazu, wie das Knattern der Fock. Außerdem , wir haben kein Wort verstanden und daher fanden wir Alles sehr harmonisch.
Wir freuen uns zukünftig auf einen intensiven Austausch der französischen und deutschen Vereine.
gez. Klaus Wellmann / SC Hochheim / Main




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