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Micro Hochheim 2011

Bericht Hochheim 17-18 September 2011 von Johann Ringelmann GER 470

Es hat begonnen mit meiner Abreise am Freitagabend von Zuhause mit meinem Sohn Johann. Für Ihn war das noch eine unbekannte Welt, Welt des Segelns. Die Reise nach Hochheim war relativ ruhig und ohne Probleme, obwohl für mein Auto und mich war das die erste Reise auf solche Entfernung. Mein Vorschoter Roman hat sich gleichzeitig von Memmingen (Bayern) auf den Weg gemacht. Nach Hochheim ist er um 1,5 Stunden früher gekommen und hat sofort die Gastfreundlichkeit von Volker Strehlow kennengelernt. Meine Reise wurde ca. um 21:00 Uhr beendet. Von Volker habe ich erfahren dass, schon sieben Boote erwartet wurden, das hat mich sehr überrascht und gleichzeitig gefreut. Danach haben wir, ein bisschen gegrillt, Bier getrunken und danach sind wir friedlich im Auto eingeschlafen.

Der erste Regatta Tag hat ohne eine einzige Windstärke angefangen, wir haben das Boot klar gemacht und aufs Wasser gebracht. Und dann kam eine Überraschung im Gesicht von Harmut Völkl und seinem neuem Boot, zusammen waren wir schon 9 Boote, das war ein Rekord. Ich hab sofort das Gefühl bekommen,  es sollte spannend werden. Bis um 15.00 Uhr war nichts, nur eine unbewegliche Flagge „AP“, wir haben sogar einen Spruch gelassen, dass die Organisatoren das wichtigste vergessen haben, nämlich den Wind zu bezahlen. Ab 15:00 Uhr kam der Wind mit der Stärke zwischen 1 und 2. Dann ging es los. Die ganze Flotte ist zusammen gestartet, das waren 420er, Conger, Aquilen, Laser, sogar zwei Optis mit zwei kleinen Schwestern an Bord und 8 Micros, Leider wegen eines fehlenden Vorschoters konnte Hartmut Völkl  an diesem Tag nicht starten.

Der erste Lauf ist für uns mit unterschiedlichem Erfolg gelaufen,  mal zweiter mal vierter, nur zählt  das, was am Ende ist, im Ziel kamen wir als dritte an. Zweiter war Dieter Beselt, der Erste, nach Yardstick Franzis Marx. Auf meinem Boot herrschte totale Aufregung, Roman war überrascht von so einem engen Revier und dass man hier  noch segeln konnte, mein Sohn Johann war total begeistert vom Segeln und ich über meinem Sohn. Dass er so reagierte, so neugierig war und so lernfähig ist, habe ich mir nicht vorgestellt, ich glaube ich habe in ihm meinen dritten Mann gefunden . Bei dem zweiten Lauf hat sich nichts großartig geändert, derselbe ungleichmäßige Wind und leichte Strömung. Wir waren als erstes auf der oberen Tonne mit riesigem Abstand zu unseren Gegnern. Danach ist das passiert, was nicht passieren sollte. Wenn man sich keine Mühe gibt, das Revier auf welchem man  segelst gründlich zu erforschen. Letztendlich hat dieser Lauf in der ganze Regatta uns den Ersten Platz gekostet. Wir sind zu der Mitte des Flusses gesegelt mit dem  kürzestem Weg auf die nächste Tonne, so wie in den Büchern geschrieben ist und das war tödlich für uns. Während wir schön gemütlich in der Mitte standen, hat uns die ganze Flotte mit recht schönen Wind am rechtem Ufer überholt. Uns blieb nichts übrig, als uns weiter nach vorne zu kämpfen, und dann kam das unwahrscheinlichste, was man erwarten konnte, bei steigende Windstärke wurde Bahnverkürzung angekündigt und damit war für diesen Tag Schluss . Wir waren nur die Fünften, gewonnen hat Franzis Marx, durch den Frühstart , den die Crew 54 nicht bemerkt hatte,  wurde Dieter Beselt disqualifiziert.

Am Abend war es sehr gemütlich, leckeres Essen, gutes Bier, freundliche Atmosphäre, dank gastfreundlichem Volker Strehlow, Bier wurde getrunken ohne Ende.

Der zweite und gleichzeitig der letzte Tag der Regatta hat  mit mehr freundlichem Wind und wolkigem Himmel angefangen. Ich wusste, das ist mein Tag. Leichtes Frühstuck mit Tasse Kaffe hat uns in  die richtige Stimmung gebracht. Dritter Lauf hat  endlich mit 9 Micro‘s stattgefunden. Harmut Völkl hat einen Vorschotter gefunden, es sollte jetzt spannend werden. Es wurde uns guter Wind mit bis stärkeren Windböen versprochen. Unerwartet hat Hartmut Völkl als Erster die erste Tonne erreicht, wir als Zweite und Dieter Beselt als Dritter. Zu meinem Glück hat Harmut Probleme mit dem Spinnaker gehabt und musste ohne segeln. Ich habe ihn rasch eingeholt .Er wollte aber so nicht schnell aufgeben und der Kampf begann. So kämpferisch sind wir bei der unteren Tonne gelandet. Das neue Boot von Harmut hat eine sehr gute Seetüchtigkeit gezeigt, ein ist  sehr gutes und schnelles Boot. Aber vom Tag davor, ist mir aufgefallen, dass  ich etwas    gelernt habe und war letztendlich erster auf der Finishlinie, leider nicht so weit von Hartmut entfernt, nach Yardstick nur der Zweite, Hartmut Erster und Dieter der Dritte.

Auf den vierten Lauf haben wir nicht lange gewartet, es kam schon stärkerer Wind mit Böen. Im diesem Lauf haben wir unserem Gegner keine Chancen gelassen und waren absolut die Ersten, Zweiter Francis Marks und der Dritte Hartmut Völkl. Für diesen Tag und für die gesamte Regatta war der vierte Lauf  der letzte. Endergebnis: Francis Marks und Björn Brennscheidt die Ersten, meine Crew und ich mit zwei Punkten Unterschied die Zweiten und Hartmut Bachstädter mit Stefan Künzel die Dritten.

Vor der Siegerehrung ein leckeres Mittagsessen mit Bratwurst und jeder Menge Salat. Danach kam die Siegerehrung, Abschied und der ruhige Weg nach Hause. Um 20:00 waren wir schon zu Hause.

Ich hoffe dank der Organisation in diesem Jahr, im Nächsten Jahr wird es mehrere Boote am Start geben.

Johann Ringelmann GER 470