Micr'Eau d'Heure 2011
Hartmut Bachstädter war dabei.Bericht von der Euro Micro Belgien, Micr'eau d'heure 15-16 Oktober 2011
Sollen wir, oder besser nicht?
Wir waren vor 2 Jahren schon einmal bei diesem EM Lauf nahe Charleroi.
Aber als ahnungslose Beginner kamen wir zu einer Veranstaltung im Oktober mit schlechtem Wetter, viel Wind, frostige Temperaturen, undurchschaubarer Organisation und vielen fremden Seglern – kurzum: eigentlich fühlten wir uns falsch am Platz.
Wir fuhren – und diesmal war alles anders!
Es kamen 3 deutsche Crews nach Belgien: Hartmut Voelkl mit Evgenia und seinem neuen Renner, Frank Störck mit seinem Sailart 18R und wir mit der Neptune. Und es gab erst einmal ein freundliches Hallo aus vielen fremdsprachigen Mündern. Langsam lernt man die Segler all dieser Nationen kennen; und das macht Spaß. Und dazu ein Wetter – Sonne satt. Nur Wind – wo zum Teufel blieb der berüchtigte belgische Oktoberwind?
Na gut, erst 'mal Boote fertig machen und über die breiteste Slipbahn der Hemisphäre ins Wasser. Und dass 25 Micros an 20m Steg festzumachen sind, wurde auch noch bewiesen.
10 Nationen warteten auf den Wind und mit 2stündiger Verspätung bat die Rennleitung an den Start. Man hatte ein Windfeld am westlichen Seeteil gefunden! Also, Paddel raus und los!
Für unser Team war spannend, dass 3 weitere Neptunes am Start waren – und wir 4 fuhren eigentlich ein separates Rennen im Feld – das war richtig ge…!
Die beiden Läufe des ersten Tages waren doch ein Lotteriespiel. Permanente Winddreher und unvorhersehbare Windlöcher knabberten an den Nerven der meisten. Vieles war dem Glück überlassen – ich bin noch nicht oft an Weltmeistern vorbeigefahren, die 20m neben mir hoffnungslos im Loch hingen, während meine Crew am Ausreiten war. Aber meist hatten "wir" das Glück, diese Löcher zu finden.
Sei's drum – das Problem hatten alle, die das Revier nicht wie ihre Westentaschen kannten.
Der Abend wurde ganz nett gefeiert – die meisten Crews – außer den Profis – blieben vor Ort und warfen sich über ein köstliches Buffet. Natürlich hatten einige östlich angesiedelte Crews auch wieder einen guten schluck des berüchtigten Klaren dabei – der Abend wurde für manchen richtig lang. (wunderlich, wie fitt die Burschen am nächsten Morgen auf der Bahn sind). Den Schlafplatz muss man aber selbst organisieren – aber gut: wir sind doch mit Yachten da, und wozu haben wir so viele gut gepolsterten Kojen.
Leider kam der Wind auch am Sonntag sehr zögerlich, aber erneut fand die Rennleitung Seeflächen, auf denen gefahren werden konnte und ließ zum Rennen anschießen. Nur die Zeit lief uns etwas davon, da nach jedem Lauf eine lange Wartezeit verging, ehe die nächste Startlinie eingerichtet war – so sehr drehte der Wind. Und wenn er kam, wollte er oft zeigen, was er so drauf hat und blies unvermittelt auch mal mit 5 nach einem 90° Rechtsdreher. Also, langweilig wurde es nie! Aber der letzte Lauf musste nach 3 Uhr ohne uns starten. Eigentlich schade! Aber beim nächsten Mal…..
Ergebnisse:
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das russische Team RUS 711 um Vladimir Bashenov (Proto)
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das m-bank Team POL 720 um R.Janiszewski mit einem Flyer Racer !!!
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das belgische Team um J.Lemaire BEL 284 (Proto)