Skip to Content
                   

Ein Micro wird restauriert

 Bericht über das Refit einer Neptune    

von Ingo Großkopf

Hier mein Bericht über den Einbau der Schapps in meine Micro Neptune 550.
Zuerst habe ich mir eine Zeichnung im Maßstab 1:10 angefertigt. Dort sind alle Details aufgeführt die ich benötigte.
Habe ich mir eine halbe Platte 6mm  Bootsbau Sperrholz in Mahagoni Messerdeck  bei der Fa Georgus in Bremen besorgt. Um Geld zu sparen, hat diese nur eine Seite mit Messerdeck und die andere mit  Schälfurnier. Die Kosten haben sich auf 75.00 € belaufen.
Auf dieser  Platte wurden dann die Teile übertragen.
Die Seitenteile und das Vorderstücke habe ich ausgeschnitten, die Leisten angeleimt und plan gehobelt.
An der Bordwand  wurden  die Seitenteile angepasst. Dabei habe ich  eine kleine Wasserwaage benutzt und sie senkrecht jeweils auf die Vorderkanten angelegt. Habe mit einem Klotz die Seiten mit einem Bleistift angepasst.
So habe ich erreicht, dass die Vorderstücke nicht windschief geworden sind und die Klappen später überall anliegen.
Habe dann aus den Vorderstücken die Klappen ausgeschnitten. Leider hatte ich keine Dekupiersäge, sodass ich gezwungen war,  Aufdopplungen aufzubringen und später dann einen Rahmen anzufertigen.
Wer also will, kann sich natürlich all das ersparen. Dafür ist allerdings genaues Arbeiten  nötig, damit eine gleichmäßige Fuge an den Klappen entsteht.


 

 

 

 

 

 

 

 

Alle Teile wurden nun vorher Innen und außen geschliffen und die Innenseiten gebeizt, bevor ich die Vorderstücke mit den Seitenteilen  mit Klemmen verleimt habe. Dabei sollte man darauf achten, dass guter wasserfester Bootsbauleim verwendet wird.
Die Böden habe  ich natürlich angepasst und auf auf die Bodenleisten geleimt.
So habe  ich einen sehr  steifen Kasten  erhalten,  der sehr tragfähig ist.Nun wurden noch die Klappen mit den Rahmen verleimt sodass  dies einen Anschlag ergab.
Wie gesagt, wer will kann sich diese Arbeit sparen, sollte allerdings den Anschlag innen anbringen.
Habe Klötze und Leisten aufgeleimt, um  darauf die Scharniere und Magnetschnäpper aufzuschrauben.


 

 

 

 

 

 

 

Als alles fertig war wurden alle  Teile von innen und außen mehrmals mit Mattlack lackiert.
Achtung:  die Türen können dabei durch einseitiges Lackieren  und der Aufdopplung bzw. der geleimten Rahmen krumm werden.
Habe dem entgegen gewirkt, dass die Klappen mit Schraubzwingen Türen etwas  entgegen gesetzt gespannt wurden.


 

 

 

 

 

 

 

Nach der Trocknung wurden die Klappen und Magnetschnäpper angebracht. Dabei wurden die Scharniere zusätzlich noch mit Epoxid geklebt,   denn die Schrauben müssen sehr kurz sein.
Wer der Meinung ist, dass die Magnetschnäpper nicht halten, dem kann ich nur sagen, sie haben sich schon bewährt obwohl sie starken Druck ausgesetzt waren. Sie können lt. Fa. bis zu 6kg aushalten.Dadurch gehen sie zwar etwas schwer auf, aber dafür halten sie bombig.Habe dann noch Leisten bzw. Stringer mit Epoxid an der Bordwand  angebracht und daran die Schapps geschraubt.Nun war alles fertig und es kann sich sogar sehen lassen.Das Gewicht aller Teile beträgt übrigens nur 3kg. Und wem das  noch zu schwer ist, kann alles mit ein paar Schrauben  entfernen.Also besteht Regattatauglichkeit. 
Schönen Gruß und viel Spaß beim Bauen im  nächsten Winterlager.

von Ingo