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Ein Micro wird restauriert.

Bericht über das Refit eines GEM-Micros

(von Sven Pohlmann)

Es war einmal im Jahre 2002, als sich zwei Freunde dachten: Wir brauchen ein eigenes Boot! Zuerst haben wir dann die Kriterien festgelegt, die das Boot erfüllen soll: leicht trailerbar, slipbar, genug Raum für einen Wochenendtörn oder eine kurze Urlaubsreise und es sollte eine Regattaklasse sein. Unsers Wahl fiel dann auf einen Micro.
Nachdem wir zuerst an einen Eigenbau gedacht hatten und schon umfassendes Informationsmaterial gesammelt hatten (Liekmeier Wassersport, iboatworks etc.) sahen wir ein, dass ein Eigenbau vorerst zu aufwendig ist. Wir entschieden uns dann, ein Gebrauchtboot zu suchen und auch restaurierungsbedürftige Boote anzusehen, denn basteln wollten wir ja schon.
Über die "Boots-Börse" sind wir dann fündig geworden und am 19.08.2002 haben wir unser Boot dann abgeholt. Und hier ist sie: Unsere "GEM", gerade auf den Anhänger gezogen. Vorher lag sie in dem Brennesselbeet (seht Ihr im Hintergrund...).
Die Rollen des Trailers mussten noch angepasst werden, kritisch beobachtet vom Vorbesitzer der GEM.

Eine GEM wird verladen.

Der Trailer ist eine Leihgabe von Francis Marx gewesen, an dieser Stelle nochmal herzlichen Dank, die Kiste Bier für die Sorpe ist schon fast gekauft!

Ein Micro wird verladen.

abreisefertig !
Und hier das fast "abreisefertige" Gespann.

vor dem Refit
So, hier nun nochmal der "unpolierte" Rohzustand des Rumpfes! (irgendwann 2002)

nach der Politur
Und das Ergebnis der Politur! (08.03.2003)

GEM-Schriftzug

Dies ist der original Schriftzug...

Der Wiederaufbau.

Nachdem wir die Gem nun abgeholt hatten, stand uns eine Menge Arbeit bevor. Als erstes haben wir uns darum gekümmert, dass wir den Trailer wieder zurückgeben konnten - also haben wir uns Strohballen als "Zwischenlager" besorgt.

Der Wiederaufbau

Dann kam der eigentliche Teil der Arbeit, das heisst: Demontage sämtlicher Beschläge, Fenster ausbauen und dann den gesamten Aufbau abschleifen. Nach dem Abschleifen (dabei gingen einige Wochenenden drauf...)wurden nicht mehr benötigte Löcher mit Gelcoat verspachtelt und glatt geschliffen. Jetzt war das Boot fertig vorbereitet um zum Lackierer gebracht zu werden.

Zwischendurch wurden die zahlreichen Beschläge gereinigt und überarbeitet. Insbesondere die Winschen hatten eine Reinigung und reichlich Fett nötig.

Winschen
Nachdem nun die Lackierung erfolgt war, haben wir uns den Scheiben gewidmet. Da wir gerne die Originalscheiben wiederverwenden wollten, haben wir diese mit dem Excenterschleifer (mit einem alten Schleifpapier) abgeschliffen und dann mit "Rot-Weiss-Paste" auch wieder mit dem Excenterschleifer poliert. Jetzt sind sie wieder wie neu!
Jetzt ging es an die Montage der Beschläge und Fenster und: eine Bestellung bei Pfeiffer-Marine, da die die original-Beschläge von RWO im Programm haben, die bereits vor 22 Jahren auf unserem Boot montiert wurden.
Zwischenzeitlich haben wir noch einen gebrauchten Trailer gekauft und das Boot "umgebettet".
Anfang März 2003 hab ich dann das Boot nach Hause geholt. Ziel war eine Grundreinigung und das Polieren der Rumpfaussenseiten. Für die Politur verwendeten wir ein Produkt von Ambra, das wir über den Lackierer bezogen haben. Diese Politur bewirkt wahre Wunder, sie ist farbauffrischend und rückfettend.