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Deutsche Meisterschaft 2011 in Losheim, Saarland

Kurz gesagt: Es war – wie eigentlich immer – ein Fest, dieses Regattaereignis in Losheim. Fast mag man sagen: Je kleiner der See, desto größer die Bemühungen des Veranstalters.

Und daran gab es fast nichts zu mäkeln! Für eine abwechslungsreiche Regatta wurde von Anfang an gesorgt – jeder Baum am Ufer bekam seine eigenen Winde – der Glücksfaktor bestimmte doch manche Kreuz; aber das gehört zu jedem guten Outdoor-Wettbewerb – ein eingeschobener Slalomparcour um Tretboote herum erheiterte die Seglergemeinde – aber im Ernst: es hat Spaß gemacht. Und die Versorgung durch den Klub (RSC Losheim) ist klasse.
 
Aber von Anfang an: Alle Gäste kamen am Samstag Morgen an, die weiteste Anfahrt hatte natürlich das Team der "effemm" aus Hannover; Hochheim war mit den Strehlows da und aus Zülüpich kamen – leider nur – 3 Teams mit 2 Protos und einem Racer. (Die Ausfallrate unter den Micromaniern ist bei manchem Altersdurchschnitt schon verständlich)
Aufriggen, Slippen, Vorbereiten – alles lief in Ruhe ab, und dann konnte es bei bedecktem Himmel mit böigen Winden beginnen. Der Rennleiter versprach für den Samstag 3 Rennen, da für Sonntag nachlassende Winde vorhergesagt wurden – also los mit 11 engagierten Micros.
 
Wie kaum anders zu erwarten, setzte sich der Proto GER 54 "Awalop…" an die Spitze des Feldes vor drei um jeden Meter kämpfenden Racern und dem "neuen" Proto, die Shanta GER 470 von Johann Ringelmann. Aber dessen Mannschaft musste sich zuerst auf das neue Boot einschießen, und das gelang von Rennen zu Rennen besser. Den 3. Lauf konnte die Shanta dann erstmals gewinnen.
Dahinter wurde es knapp – 3 Racer kämpften um die Plazierung und im 3, Rennen trennten gerade mal 5 Sekunden den 3. vom 5.
 
Von der Spitze abgesehen war es wirklich spannend zu sehen, wie sich die Positionen von Tonne zu Tonne im gesamten Feld änderten. Manchmal erinnerte das Feld an eine Ziehharmonika: zusammen – auseinander – zusammen. Und für manchen war's ein Kreuz: kaum ist der Spi oben, dreht der Wind auf AmWindKurs; also wieder runter… usw.
 
Wie gesagt: spannend war's!
 
Am Abend sah man die "Awalop…" vorne, dahinter punktgleiche Racer. Und die ersten Überlegungen kamen, ob man die "Awalop…" nicht mit Yardstick 100 fahren lassen sollte; oder mit Zusatzgewichten. Tja, heute war kein Kraut gegen sie gewachsen!
Essen klasse, Bier frei, einige frisch Gebrannte kamen auf den Tisch, Stimmung super. Und zur Krönung bot der Club ein riesen Feuerwerk in der Nacht – dem Anlass gewiss angemessen (oder war's doch wegen des Musikfestivals am See?).
 
Der Sonntag begann dann heiter, sowohl oben, als auch beim gemeinsamen Frühstück; sogar der Wind kam wieder auf und alles versprach einen guten vierten Lauf, der von der Rennleitung als Quasi-Langstrecke ausgelegt wurde (5 Runden 1,2,3,1,3,)
Gut, an der Spitze nichts Neues: Proto 1 vor Proto 2, aber lange war der Abstand zum Feld zu gering um auch nach berechneter Zeit vorne zu liegen. Erst zum Ende hin wurde, bei nachlassenden Winden, mehr Boden gut gemacht. Die Racer wechselten mehrmals die Positionen – nix war entschieden, bis auf der letzten Kreuz das bessere Windfeld eine denkbar knappe Entscheidung brachte. Auch im Mittelfeld kamen noch überraschende Positionswechsel vor, die nochmals einiges durcheinander warfen.
 
So wurden dann die Ergebnisse bei strahlendem Sonnenschein zusammengetragen und es wurde ein würdiger Sieger gekürt: Alter und neuer Meister ist die GER 54 "Awalop…" mit Dieter Beselt, Wolfgang Reis und Jürgen Maier-Schambeck!
 
"CONGRATULATIONS !!!"
 
Und die DMKV dankte dem RSC Losheim mit all den Helfern für eine tolle Veranstaltung, und wir freuen uns auf ein nächstes Mal – in der Hoffnung, dann wieder ein volles Feld an den Start zu bekommen. Und mit den ausstehenden neuen Booten (die zwei Dotans sind bald fertig) ist dann einiges zu erwarten.